In meiner Arbeit mit Menschen beobachte ich immer wieder ein interessantes Phänomen: Eine Bewegung wird angeleitet, aber nur ein kleiner Teil des Körpers führt sie tatsächlich aus.
Bei einer Drehbewegung beispielsweise bewegt sich häufig zuerst der Kopf, während Becken, Brustkorb und große Teile der Wirbelsäule kaum beteiligt sind. Wir sehen Bewegung, aber wie differenziert findet sie statt?
Hier setzt für mich Körperkompetenz an
Es geht um die Fähigkeit, einzelne Körperbereiche bewusst wahrzunehmen, gezielt zu bewegen und ihre Zusammenarbeit zu koordinieren. In der Bewegungslehre sprechen wir unter anderem von Bewegungsdifferenzierung und sensomotorischem Lernen. Diese Fähigkeiten sind nicht nur für Yoga oder Sport relevant. Sie spielen auch in der Gesundheitsförderung, Rehabilitation und im Umgang mit körperlicher Anspannung eine wichtige Rolle.
Eine Erfahrung mit einem meiner Lehrer (Mantak Chika) begleitet mich dabei bis heute: Wir übten einen ganzen Nachmittag immer wieder dieselbe Bewegung. Nicht die Menge der Übungen war entscheidend, sondern die Qualität der Wahrnehmung. Von der automatischen Bewegung zur bewussten Körperwahrnehmung.
Genau diesen Perspektivwechsel möchte ich mit meiner Arbeit „Körperkompetenz entwickeln“ ermöglichen. Denn wer seinen Körper differenzierter wahrnimmt, kann neue Handlungsmöglichkeiten entdecken – im Alltag, bei Belastungen und in der Regeneration.
In meiner Wahrnehmung beginnt Sicherheit, Geborgenheit und Vertrauen im Körper



