Manchmal funktioniert unser Körper einfach. Wir stehen morgens auf, gehen durch unseren Alltag, erledigen, organisieren, tragen Verantwortung. Vieles geschieht ganz selbstverständlich – und oft denken wir gar nicht darüber nach.
Bis sich etwas verändert
Vielleicht durch eine Erkrankung oder eine Diagnose. Vielleicht durch eine lange Zeit der Belastung. Oder weil wir irgendwann merken, dass dieses ständige Funktionieren nicht mehr funktioniert.
Plötzlich fühlt sich der eigene Körper anders an. Was vorher selbstverständlich war, braucht mehr Kraft. Signale werden lauter. Unsicherheit entsteht. Und manchmal geht dabei auch ein Stück Vertrauen verloren.
Vielleicht geht es dann gar nicht darum, möglichst schnell wieder so zu funktionieren wie vorher.
Vielleicht beginnt genau hier etwas Neues
Den eigenen Körper noch einmal kennenzulernen. Wieder wahrzunehmen, statt nur durchzuhalten. Zu spüren: Was tut mir gut? Was gibt mir Ruhe? Was gibt mir Sicherheit? Wo sind meine Grenzen – und was stärkt mich?
Für mich bedeutet Körperkompetenz, diese Verbindung wieder entstehen zu lassen. Nicht gegen den Körper zu arbeiten und ihn nicht ständig verändern zu müssen, sondern seine Sprache immer besser verstehen zu lernen.
Denn auch wenn plötzlich vieles anders ist, können wir beginnen, unserem Körper wieder zu begegnen.
Nicht, um zurück zu dem Menschen zu werden, der wir vorher waren. Sondern um herauszufinden, was uns heute trägt.



