Klangschalen, Kristall schalen, sound healing, meditation, entspannung, Yoga nervensystem regulieren, selbstheilung musikalische Lesung musikalische begleitung Resilienz Training, Wofür brennst du, Wirbelsäulentherapie nach breuss, massage , Antar Mourna, magische Vagusnerv, regulierte NervensystemZeit ist nicht neutral. Sie ist nicht einfach etwas, das vergeht. Zeit trägt eine Haltung in sich. Im Moment beobachte ich sehr genau, wie ich mit meiner Zeit umgehe – und wie Zeit mir von anderen begegnet. Ich nehme mir Zeit. Für Menschen, denen es nicht gut geht. Nicht immer lange. Aber bewusst.

Da zu sein und Zuhören und wenn es auch nur für ein paar Momente oder ein paar Worte sind. Eine eingesprochene Meditation, damit jemand nachts nicht allein ist mit den Gedanken.
Präsenz, die sagt: Du musst da nicht alleine durch. Diese Zeit fühlt sich nicht wie Aufwand an. Sie fühlt sich stimmig an. Wie etwas, das Sinn macht. Wie etwas, das verbindet.

Und gleichzeitig weiß ich auch um meine eigene Unvollkommenheit. Ich bin jemand, der oft ein paar Minuten zu spät kommt. Nicht aus Gleichgültigkeit. Nicht aus mangelnder Wertschätzung.
Sondern weil mein inneres Maß für Zeit manchmal anders tickt. Weil Übergänge länger dauern. Weil Leben nicht immer pünktlich ist. Das eine schließt das andere nicht aus.

Denn Wertschätzung zeigt sich nicht nur in Minuten und Uhrzeiten. Sondern in der Haltung dahinter. In der Verlässlichkeit im Kontakt. Im Ernstnehmen dessen, was verabredet ist – innerlich wie äußerlich. Und genau deshalb berührt mich etwas anderes umso mehr: Zeit, die geplant wird – und dann plötzlich nicht mehr zählt. Zeit, die kurzfristig gestrichen wird, als wäre sie beliebig.
Als wäre es egal, ob jemand sich eingerichtet hat, innerlich wie äußerlich. Als hätte Zeit keinen Wert, sobald sie auf der falschen Seite des Kalenders steht. Das macht etwas mit mir.

Nicht, weil ich Perfektion erwarte. Sondern weil Zeit immer auch Anerkennung ist. Wenn wir die Zeit eines Menschen ernst nehmen, nehmen wir den Menschen ernst. Zeit ist Lebenszeit. Aufmerksamkeit. Verlässlichkeit. Ein stilles Versprechen. Und ich glaube, wir dürfen uns wieder daran erinnern, dass Zeit nicht nur organisiert, sondern gewürdigt werden will. Egal, ob jemand angestellt ist oder frei arbeitet. Egal, ob es um eine Verabredung, eine Begleitung oder ein Versprechen geht. Zeit, die gegeben wird, trägt Verantwortung. Zeit, die genommen wird, braucht Achtsamkeit.

Vielleicht beginnt Wertschätzung genau hier: nicht darin, alles perfekt zu machen – sondern darin, ehrlich zu sein mit dem, was möglich ist. Und achtsam mit dem, was wir beim anderen berühren, wenn wir mit seiner Zeit umgehen. Und vielleicht ist es auch eine leise Einladung, uns selbst zu fragen: Wo nehme ich mir Zeit – aus Verbundenheit? Und wo wünsche ich mir, dass meine Zeit gesehen wird?