Meine erste Begegnung mit Reiki hatte ich durch meine Mutter. Ganz selbstverständlich. Wie etwas, das einfach da ist, bevor man Worte dafür hat. Vor über vierzig Jahren begann diese Reise –
nicht als Methode, sondern als Erfahrung. Damals wusste ich noch nicht, dass Reiki mich mein ganzes Leben begleiten würde. Dass es sich immer wieder verwandeln würde. Und dass ich mich mit ihm verwandeln würde.

Reiki führte mich hinaus in die Welt und begleitete mich nach Neuseeland, nach Amerika und in die Karibik. In andere Kulturen, andere Felder, andere Formen von Bewusstsein. Dort begegnete ich Menschen, die Reiki noch einmal ganz anders öffneten. Mit jeder Begegnung, mit jeder Einweihung fühlte sich das Leben weiter, tiefer und körperlicher an. Eine Freiheit die ich einfach leben konnte, nicht als System sondern eher als Philosophy. Es gab kein richtig oder falsch, es saugte es auf und akzeptierte.

Und so ging es weiter. Immer wieder tauchten neue Lehrer:innen auf. Nicht geplant. Nicht gesucht. Aber genau im richtigen Moment. Jede Begegnung war wie ein neuer Schlüssel. Ein neues Tor.
Ein weiteres Erinnern. Diese Reise war nie nur eine Reiki-Reise. Sie war eine Reise zu mir selbst. Eine Bewusstseinsreise. Eine Körperreise. Und eine tiefe Erfahrung davon, dass Energie nicht an Zeit und Raum gebunden ist.

Ich lernte, zu spüren. Zu vertrauen. Mich führen zu lassen – nicht von Konzepten, sondern von Erfahrung. Schließlich begegnete ich der Frau,  die mich zur Reiki-Lehrerin ausgebildet hat.
Über zwei bis drei Jahre hinweg war ich Teil ihres Feldes, begleitete ihre Ausbildungen, war einfach da – hörend, spürend, lernend. Und dort wurde etwas ganz Wesentliches klar. Wenn Menschen Angst vor Reiki haben, dann ist es oft eine Angst vor dem Unbekannten. Vor Kontrollverlust. Vor etwas, das größer ist als der Verstand. Doch Reiki hat mir immer wieder gezeigt:
Es ist Vertrauen. Reiki ist kein Eingriff. Kein Machen. Kein Überstülpen.

Es ist das reine, klare, weiße Licht. Eine Energie der höchsten Verbindung, die wir kennen. Nicht religiös. Nicht dogmatisch. Sondern zutiefst menschlich. Heute würde ich sagen – in einer neuen Sprache: Reiki spricht das Nervensystem an. Es erinnert den Körper daran, dass Sicherheit möglich ist. Dass Loslassen nicht gefährlich ist. Dass Regulation geschehen darf. Was früher vielleicht „spirituell“ genannt wurde, verstehen wir heute auch körperlich: als Ankommen. Als Aufrichtung. Als Weite.

Meine Reiki-Reise war nie abgeschlossen. Sie hat sich immer wieder neu geöffnet. Und genau deshalb fühlt sie sich heute so lebendig an. Ich ehre diese Reise. Ich ehre jede Lehrerin, jeden Lehrer, jeden Schlüssel, jedes Tor. Und ich ehre jede:n, der oder die heute diesen Weg betritt – egal ob in einer neuen Form, mit einer neuen Sprache, und doch immer mit derselben Essenz:

Vertrauen. Verkörperung. Bewusstsein.

Und vielleicht ist genau das Reiki:

Eine Erinnerung daran, dass wir getragen sind – im Körper, im Atem, im Leben selbst.