Reiki ist für mich nichts, das ich „anwende“. Es ist nichts, das man bei mir buchen oder lernen muss. Es ist etwas, das da ist. Nach über vierzig Jahren auf diesem Weg ist Reiki für mich kein System mehr, sondern eine innere Haltung. Ein Bewusstseinsraum, der sich durch alles hindurch bewegt, was ich tue.
In jede Massage. In jede Yoga-Stunde. In jede Berührung. In jeden Atemzug. Nicht sichtbar. Nicht benannt. Aber spürbar. Man könnte sagen: Es fühlt sich an für mich wie Verkörperung von Präsenz. Wenn ich berühre, berührt nicht nur die Hand. Der ganze Körper ist da. Das Nervensystem hört zu. Der Atem bleibt weich. Reiki lebt in der Art, wie Raum gehalten wird. Wie nichts forciert wird. Wie Vertrauen entsteht, ohne erklärt zu werden.
In meinen Massagen geht es nicht um Technik. Und im Yoga nicht um Form. Es geht darum, dass der Körper sich sicher genug fühlt, um loszulassen. Dass sich etwas ordnet – nicht, weil es gemacht wird, sondern weil es darf. Heute würde ich sagen: Reiki ist für mich verkörpertes Bewusstsein. Es ist die Fähigkeit, mit dem Nervensystem zu arbeiten, ohne es zu übergehen.
Mit Energie, ohne sie zu instrumentalisieren. Mit Tiefe, ohne Schwere. Vielleicht ist das der reifste Ausdruck dieser Reise: Dass Reiki nicht mehr erklärt werden muss. Dass es nicht mehr im Vordergrund steht. Sondern leise mitfließt – in jeder Berührung, in jeder Bewegung, in jeder Begegnung. Und vielleicht ist genau das die Einladung: Nicht etwas Neues zu lernen. Sondern sich wieder zu erinnern, wie sich Vertrauen im Körper anfühlt.



