Diese Tage waren mehr als ein Ernährungskonzept. Sie sind eine Einladung, langsamer zu werden, feiner zu spüren und dem eigenen Körper wieder zuzuhören. Scheinfasten bedeutet für mich nicht Verzicht, sondern Bewusstheit. Nicht Kontrolle, sondern Beziehung. Jeder Tag öffnet einen neuen Raum – im Körper, im Herzen, im Sein. Diese Texte sind Momentaufnahmen dieser Reise.

Tiefes Vertrauen in das Leben, in mich in meinen Körper

Heute fühlt sich etwas rund an. Nicht spektakulär, nicht laut – sondern ruhig und getragen. Ein leises Vertrauen hat sich ausgebreitet. Vertrauen in meinen Körper, in seine Intelligenz, in seine Fähigkeit, sich zu regulieren, wenn ich ihm Raum lasse.

Ich spüre, dass weniger tatsächlich mehr sein kann. Weniger Essen, weniger Denken, weniger Tun – und dafür mehr Wahrnehmung, mehr Klarheit, mehr innere Weite. Mein Körper wirkt wach und entspannt zugleich. Nicht getrieben, nicht leer, sondern genährt auf einer tieferen Ebene.

Im Scheinfasten zeigt sich mir, dass Gesundheit nichts Starres ist. Sie ist ein lebendiger Prozess, der sich verändert, wenn wir uns verändern. Wenn wir aufhören, ständig einzugreifen, und beginnen, zuzuhören. Wenn wir uns erlauben, weich zu werden.

Heute geht es nicht mehr darum, etwas zu „machen“. Es geht darum, da zu sein. Mich zu tragen. Mich zu fühlen. Und diesem stillen inneren Ja zu vertrauen, das sagt: So ist es gerade gut.