
Im Scheinfasten wird dieser Dialog klarer. Die Reduktion schafft Raum. Weniger Reize, weniger Fülle, weniger Ablenkung – und plötzlich wird spürbar, was nährt und was zu viel ist. Bewegung fühlt sich nicht mehr wie ein Muss an, sondern wie ein natürlicher Ausdruck von Lebendigkeit. Gehen, Atmen, Dehnen, Dasein.
Ich bemerke, wie mein Körper mir vertraut, wenn ich ihm vertraue. Wenn ich ihm nicht ständig etwas überstülpe, sondern ihm Zeit gebe, sich selbst zu regulieren. Essen wird Antwort, nicht Konzept. Ruhe wird Einladung, nicht Rückzug. Und Bewegung wird Freude, nicht Leistung.
Vielleicht ist das der tiefste Effekt dieser Tage: wieder in Beziehung zu kommen mit dem eigenen Körper. Ihn nicht zu optimieren, sondern zu bewohnen. Ihn nicht zu kontrollieren, sondern zu begleiten. In dieser Verbindung entsteht eine stille Kraft – und ein Gefühl von Zuhause-Sein in mir selbst.



