Ich spüre dieses Innehalten in mir, und ich merke es: ich gehe meinen Weg. Ganz klar. Ich lasse niemandem mehr zu, meine Schritte klein zu machen, meine Energie zu belächeln, meine Klarheit zu hinterfragen. Nicht durch Worte, nicht durch Blicke, nicht durch alte Muster.

Ich spüre die Freude in mir, wieder groß zu denken, zu planen, Projekte zu gestalten. Wie damals, bei den ersten Yoga-Festivals – Schritt für Schritt, alles aufbauen, alles sehen, sortieren und alles ordnen. Jetzt ist es wieder da. Die Struktur, die Organisation, die Energie, die sich füllt und zugleich trägt. Und ich bin treu mir selbst dabei.

Letzten Woche habe ich mein neues Projekt vorgestellt. Ich habe es gezeigt, wie es mir in den Sinn kam: klar, rund, mit Herz und Verstand. Mir wurde zugehört ohne das ich mich groß erklären musste. Ganz da, ohne Ablenkung, ohne Notizen. Und ich habe gespürt: Ja, das ist stimmig. Ja, das macht Sinn. Ja, das bin ich.

Früher hätte ich gezögert, hätte mich kleiner gemacht, als ich bin, und mich angepasst, um es leichter zu haben. Heute bin ich wacher. Ich erkenne früher, wenn etwas mitschwingt, wenn alte Muster anklopfen oder vertraute Dynamiken sich zeigen wollen. Und ich bleibe bei mir. Ich gehe weiter, Schritt für Schritt, in meinem Tempo, treu mir selbst.

Ja, Erinnerungen schwingen mit. An alte Unsicherheiten, alte Verletzungen. An Zeiten, in denen Energie anders verteilt war, in denen ich angepasst habe. Aber jetzt merke ich: sie bestimmen mich nicht. Sie gehören dazu, sie sind da – und ich bin trotzdem ich. Unverrückt, unverkleinert, präsent. Es ist kein lauter Moment. Niemand klatscht, niemand staunt sichtbar. Und genau darin liegt die Kraft. Es ist kein Angeben, kein Sich-Beweisen-Müssen. Eher dieses stille und inneres Wissen: Ich weiß, was ich tue. Ich muss es nicht erklären, nicht verteidigen, nicht größer machen, als es ist.

Es ist eine leise Klarheit, die bleibt. Eine Beständigkeit, die nicht drängt. Ein wacher Blick nach vorn, verbunden mit dem, was jetzt dran ist. Und in all dem liegt ein gutes Gefühl. Kein euphorisches Hoch – sondern etwas Ruhiges, Stabiles, Verlässliches. So, als würde ich fest auf meinen eigenen Füßen stehen und genau wissen, warum ich den nächsten Schritt gehe.