Die letzten Tage waren voll. Dicht gedrängt mit Terminen, Gesprächen, kleinen Sorgen, Aufgaben, die sich aneinander reihten. Ich bin von einem zum nächsten gegangen, habe geordnet, gehalten, gemacht, habe zwischendurch geatmet und dann wieder weiter.
In der Nacht, als endlich Ruhe kam, hat mein Körper angefangen, sich zu zeigen. Ich hatte noch etwas gegessen, obwohl ich müde war. Dann spürte ich diesen Druck im Magen, ein Knäuel, das sich zusammenzog und fast erdrückte, so präsent, dass kaum Platz für etwas anderes blieb.
Ich lag da und habe gemerkt, wie viel sich darin gesammelt hatte. Die Sorge um meine Tochter, das ständige Funktionieren, die Aufmerksamkeit, die überall sein musste. Meine Hände fanden den Bauch. Nicht bewusst, eher automatisch, wie eine Erinnerung.
Die Wärme meiner Hände war sofort da. Nicht beruhigend im klassischen Sinn, sondern ehrlich, spürbar. Ich habe geatmet, so gut es ging, und mir ein Bild vorgestellt: Licht, warm, Gold, weiches fließendes Violett, wie eine Flamme und ein vertrauter Schimmer.
Ich habe das Licht in die Hände geatmet, und von dort durfte es langsam in den Bauch sinken. Still. Ganz still. Der Druck war noch da, aber er hatte Raum bekommen. Und ich auch.
Mit jedem Atemzug hatte ich das Gefühl, dass sich im Inneren etwas sammelt, dass mein Körper wieder miteinander spricht und ich darin bleibe. Ich bin noch eine Weile so liegen geblieben.
Hände auf dem Bauch, Atem kommen lassen, Atem gehen lassen.
Und das war genug. Für diesen Moment


